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1899 wird in St. Moritz Bad das erste Polofeld gebaut, nachdem einige Mitglieder der englischen Kavallerie als Teil ihrer militärischen Ausbildung und zum Zeitvertreib Polo gespielt hatten. Damit zählt St. Moritz zu einer der Wiegen des Polospiels in Kontinentaleuropa. Kurz vor dem geplanten weltweit ersten alpinen Polomatch werden die Offiziere der englischen Kavallerie jedoch ins südliche Afrika abkommandiert, wo zu dieser Zeit Krieg herrscht. In der Folge bleibt es in St. Moritz um den Polosport ruhig und es finden keine Spiele statt.
1959 wird der St. Moritz Polo Club, präsidiert von Dr. P. R. Berry, gegründet. Zu den Gründungsmitgliedern zählen unter anderem Andrea Badrutt, Peter Kaspar sowie Colonello Lodi aus Rom.
1960–1964 wird in St. Moritz jeweils im Sommer ein grosses internationales Poloturnier ausgetragen, mit Mannschaften aus Argentinien, Italien, den USA und England. Zu diesem Anlass kommen jeweils 3000 bis 4000 Zuschauer, Einheimische wie Gäste. Einziger Schweizer und einheimischer Spieler ist zu dieser Zeit Christian Mathis.
1965 wird der Poloplatz im Rahmen der Vorbereitungen für die olympischen Sommerspiele 1968 in Mexico City in ein Höhentrainingszentrum für Athleten umgebaut. Dies ist das vorläufige Ende von Polo in St. Moritz.
1978 wird vom damals in Spanien tätigen Engadiner Reto G. Gaudenzi ein St. Moritzer Poloteam gegründet, das mit grossem Erfolg an vielen internationalen Turnieren teilnimmt.
1983 stirbt Dr. P. R. Berry, der Gründer und Präsident des St. Moritz Polo Club. Noch vor seinem Tode hat er die Neuorganisation des Clubs veranlasst. Kurz darauf wird der St. Moritz Polo Club vom neuen Präsidenten Christian Mathis neu gestaltet. Gleichzeitig wird auch vom St. Moritz Polo Club der Schweizerische Poloverband (SPA, Swiss Polo Association) gegründet. Eine nur schweizerische Mannschaft mit Reto Gaudenzi, Gianni Berry, Nikki Hahn und Uberto Gasche spielt in Barcelona gegen Spanien das erste offizielle Länderspiel.
1984 Am 7. Januar findet die Gründungsversammlung des neuen St. Moritz Polo Club statt. Im selben Jahr erfolgt das zweite Länderspiel, diesmal im weltberühmten Windsor in England, gegen eine englische Auswahl. Überall spielt das Team aus St. Moritz, nur nicht im Engadin. Dies aber ist das Ziel von Reto G. Gaudenzi, und so kommt er auf die anfänglich als «Verrücktheit» bezeichnete Idee, Polo auf dem gefrorenen See zu spielen. Ein Jahr später ist es dann so weit. zurück >>1985–1994 |
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