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Pferdesportshows begeistern mehrere hundert Besucher
Die ersten Engadiner Pferdesporttage sind heute zu Ende gegangen. Die St. Moritz Polo AG, Organisatorin des dreitägigen Volksfestes, zieht eine positive Bilanz. Mehrere Hundert Besucher haben sich in den drei Tagen das vielfältige Pferdesportprogramm in Samedan angesehen – dies trotz der nicht ganz einfachen Wetterbedingungen. Es soll auch im kommenden Jahr Engadiner Pferdesporttage geben, Dauer und Form sind zurzeit jedoch noch offen. Ziel ist, das Engadin zu einem Zentrum des Pferdesports zu machen.
Drei Tage lang drehte sich in Samedan alles um die grosse Vielfalt des Pferdesports. Mehrere hundert Besucher machten sich auf den Weg zum Pferdesportzentrum Samedan und liessen sich von den edlen Vierbeinern faszinieren und von den Shows bestens unterhalten. «Die Reaktionen und Rückmeldungen der Besucher waren durchs Band positiv», freut sich Bernhard Pöllinger, Head of Sports and Infrastructure bei der St. Moritz Polo AG und meint zur Zukunft:«Dies waren die ersten Engadiner Pferdesporttage und es wird auch die zweiten geben. Denn wir möchten uns langfristig für den Pferdesport im Engadin engagieren. Es ist jedoch noch offen, in welcher Form und wann die zweiten Engadiner Pferdesporttage stattfinden werden.» Die ersten Engadiner Pferdesporttage waren Teil des Sommerprogrammes der St. Moritz Polo AG, die in diesem Jahr die Polo-Schule eröffnet, das erste Jugend-Polo-Camp und Ferienreitkurse für Kinder durchgeführt hat.
Förderung des Pferdesportes im Engadin Unterstützung für ihre Pläne erhält die St. Moritz Polo AG auch von politischer Seite. So sieht auch der Gemeindepräsident von Samedan, Thomas Nievergelt, für den Pferdesport im Engadin grosses Potential. «Die Engadiner Pferdesporttage stärken das Oberengadin als Pferdesport-Mekka», zeigt er sich überzeugt und fügt an: «Bisher sind hier in der Region nur wenige Pferdesportarten durch die verschiedenen Grossanlässe bekannt. Diese ersten Engadiner Pferdesporttagen haben den Gästen und Einheimischen viele weitere mögliche Sportarten mit dem Pferd bekannt gemacht. Auch solche wie der Fahrsport, der im Engadin eigentlich sehr verankert ist.» Die Gemeinde Samedan unterstützte die Pferdesporttage im Rahmen ihrer Möglichkeiten infrastrukturell.
Breite Palette von Pferdesportarten sehen und ausprobieren An den Engadiner Pferdesporttagen konnten die Besucher eher bekannte Pferdesportarten wie das Springreiten ebenso erleben wie das noch weit jüngere Horseball – einer Kombination aus Handball und Basketball zu Pferde. Ein Schwerpunkt der Darbietungen stellte gleich am ersten Tag der Fahrsport dar, welcher im Engadin zwar eine längere Tradition hat, aber der breiten Bevölkerung trotzdem wenig bekannt ist. Das Gleiche galt auch für den Polo-Sport, der mit dem bekannten Polo World Cup on Snow zwar die Aufmerksamkeit der Welt Ende Januar ins Engadin zieht, aber nur wenige Gäste und Einheimische Polo und seine Spielregeln von Nahem kennen. Heute am letzten Tag gab’s eine Mischung zwischen Spektakel und Schönheit: Zwölf verschiedene Pferderassen wurden vorgestellt, bevor sich Inline-Skater von einem Pferd über einen Hindernisparcours ziehen liessen – diese ungewöhnliche Sportart wird Offroad Kjöring genannt.
Ungewissheiten zur Seenutzung zu gross
Ein halbes Jahr vor Durchführung des nächsten St. Moritz Polo World Cup on Snow sieht sich die Veranstalterin St. Moritz Polo AG gezwungen, das Turnier abzusagen. Der Grund: See-Infra, der eigens für alle Infrastrukturfragen auf dem See gegründete Verein, wurde bis heute nicht operativ tätig. Entscheide regulatorischer, organisatorischer und sicherheitsrelevanter Tragweite wurden von den massgebenden Parteien von See-Infra, der White Turf Racing Association und der Gemeinde St. Moritz entweder nicht kommuniziert oder gar nicht erst getroffen. Vor diesem Hintergrund lässt sich für die St. Moritz Polo AG jedoch kein Turnier in der gewohnten Form für 2011 ausrichten.
Das Schicksal des St. Moritz Polo World Cup on Snow in seiner gegenwärtigen Austragungsform ist aufs Engste mit den lokalen Behörden, den Organisatoren des ebenfalls auf dem See stattfindenden Pferderennens White Turf (WTRA), aber auch mit den klimatischen Bedingungen verknüpft. Zur Koordination aller Faktoren wurde anfangs dieses Jahres der Verein See-Infra gegründet, der als Entscheidungsgremium aller beteiligten Parteien konzipiert war: der Gemeinde St. Moritz, der WTRA und der St. Moritz Polo AG als Partner. Zum grossen Bedauern der St. Moritz Polo AG ist die Zusammenarbeit aber offenbar gescheitert, bevor sie begonnen hat.
Gemeinsame Planung mit Gemeinde St. Moritz und WTRA gescheitert Bis dato und trotz wiederholten Anfragen der St. Moritz Polo stehen essentielle Entscheide der Gemeinde und der WTRA zu regulatorischen, organisatorischen und sicherheitstechnischen Aspekten immer noch aus. Ohne diese Entscheide kann die St. Moritz Polo AG keine Verträge mit ihren Partnern eingehen, ihre Konzepte nicht umsetzen und den 27. St. Moritz Polo World Cup on Snow für 2011 nicht in gewohnter Qualität mit ihren Sponsoren zusammen planen. Deshalb haben die Organisatoren sich entschieden, eigene Wege zu gehen und das internationale Polo-Turnier für den Januar 2011 vorerst abzusagen.
Andauernde Abhängigkeit von externen Faktoren Bis zur Gründung von See-Infra war die St. Moritz Polo AG lediglich als Untermieterin der WTRA, die von der Gemeinde die Exklusivrechte an der Seenutzung erhalten hatte, berechtigt, Turniere auf dem See durchzuführen. Als Untermieterin war sie von der vorgegebenen Infrastruktur und dem zugewiesenen Veranstaltungsdatum vollständig von externen Faktoren abhängig. Traditionell eröffnet der St. Moritz World Cup on Snow die Saison Ende Januar. Mit dem Wachstum und den gestiegenen Ansprüchen des Turniers ist es für die St. Moritz Polo AG aber wichtig, bei der Infrastruktur flexibel agieren zu können.
Wie eine von der ETH geprüfte und mit klaren Empfehlungen versehene Studie zur Belastbarkeit der Eisdecke auf dem St. Moritzersee während der Pferderennen im Februar zeigt, ist bei einer Dicke von weniger als 45 cm eine sorgfältige Überprüfung der Belastung notwendig. Die Eisdecke des St. Moritzersees variiert von Jahr zu Jahr und ist, wie die Resultate zeigen, zum Zeitpunkt des Turniers Ende Januar oft knapp an der Grenze, um das Gewicht der von der WTRA aufgestellten Infrastruktur ohne Sicherheitsrisiko tragen zu können. Die St. Moritz Polo AG hat den Sicherheitsvorgaben der Vermieterin vertraut und ist allen Vorgaben stets nachgekommen. Sie hatte in dieser Situation auch keinen Einfluss auf die Infrastruktur, die für die Verhältnisse des World Cups Ende Januar eindeutig zu grossflächig ausfallen.
Unbekanntes Sicherheitsrisiko Aus diesem Grund hatte sich die St. Moritz Polo AG letztes Jahr dazu entschlossen, die nachhaltige Durchführung des Events als oberste Priorität einzustufen. Das Vorgehen bestand darin, einerseits das Sicherheitsrisiko punkto Belastbarkeit des Sees zu minimieren und andererseits den Energiebedarf des St. Moritz Polo World Cup on Snow zu reduzieren. In der Vorplanung für das letztjährige Turnier wurde deshalb aus ökologischen Gründen die genutzte Zeltfläche wesentlich verringert und die Hauptbelastungspunkte besser auf dem See verteilt, um das Turnier auch bei schlechteren Bedingungen durchführen zu können.
Ohne zuverlässige Informationen von See-Infra dazu, welche Massnahmen von der WTRA getroffen wurden, um den Empfehlungen der Studie zur Tragfähigkeit der Eisfläche nachzukommen, hält es die St. Moritz Polo AG aber für unverantwortlich, weiterhin Turniere auf dem See auszurichten. Der Vorenthalt dieser Information ist deshalb ein wichtiger Grund, weshalb der 27. St. Moritz Polo World Cup on Snow bis auf Weiteres nicht stattfinden kann.
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Seit 2009 kann im Engadin dank des neuen Allwetter-Reitfelds der St. Moritz Polo AG nach über 15 Jahren auch im Sommer wieder Polo gespielt werden. Die St. Moritz AG macht damit einen weiteren Schritt, um das Engadin auch im Sommer als bedeutende Reitsportdestination zu etablieren. Dieser Anspruch wird untermauert durch die Errichtung eines umfassenden Ausbildungszentrums, um insbesondere den Polo-Nachwuchs zu fördern. Zehn Pferde warten in der Stalla Bodmer auf ihren Einsatz. Mit Manuel Cereceda, einem argentinischen Polospieler mit Handicap 3, haben wir einen hervorragenden Polotrainer gewonnen, der sowohl für die ersten Schritte mit Stick und Ball wie auch für Einzellektionen für den Poloprofi bestens qualifiziert ist.
Willkommen sind auch alle St. Moritz Polo Club Mitglieder. Sie können zum Beispiel eigene Pferde im Polosport ausbilden lassen – oder aber sich selbst zum künftigen Polospieler.
1. Nationales Jugendcamp vom 26. – 30. Juli In Zusammenarbeit mit der Swiss Polo Association (SPA) organisieren wir das erste Summer Camp für junge Polospieler und solche, die es werden wollen. Das nationale Jugend Polo Camp findet vom 26. - 30.7.2010 in Samedan statt. Das detaillierte Programm und das Anmeldeformular finden Sie hier.
1. Engadiner Pferdesporttage vom 3. – 5. August 2010 Neben Kursen und Trainingsmöglichkeiten für erfahrene Reiter ist bereits ein weiterer grosser Event geplant: Die 1. Engadiner Pferdesporttage vom 3. – 5. August 2010. Hier stehen neben Polo auch Springreiten, Concours complet sowie Ein- und Zweispänner-Knock-outs im Fokus. Verschiedene Shows, u.a. mit Olympiateilnehmern oder Akrobaten demonstrieren die Schönheit der vielseitigen Pferdesportarten in gemütlichem Festrahmen. Auch für die Kleinen stehen viele Überraschungen bereit.
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